13.11.2019 bis 11.12.2019

Chansons sans frontières

Julius C. Schmidt, Ferdi Hartung

Union Stiftung, Saarbrücken

eine ausstellung des landesarchivs saarbrücken in kooperation mit dem poprat saarland

Das Chanson, einer der französischen Mythen, verkörpert ein ganzes Lebensgefühl. Es gehört in Frankreich zum kulturellen Erbe und steht in einer jahrhundertealten Tradition, die bis heute überall Liebhaber findet und vor allem auch im Saarland gefeiert wird.

Die Ausstellung beginnt mit den ersten Auftritten von Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg und  spannt einen weiten Bogen vom klassischen französischen Chanson mit Vertretern wie Gilbert Bécaud oder Juliette Gréco bis hin zu deutschen Liedermachern und Diseusen. Auch der moderne französische Pop der Lothringerin Patricia Kaas wäre ohne diesen musikalischen Vorgänger nicht zu denken.

Durch die geschichtliche Sonderrolle des Saarlandes war der Einfluss der französischen Kultur hierzulande immer schon besonders groß. Ein wichtiger Motor für die Verbreitung des Chansons über die Region hinaus waren aber auch Sendungen des SR wie „Chansons de Paris“ mit dem Moderator Pierre Séguy.

Titelfoto: Lydie Auvray – © LA Saarbrücken, Fotograf: Ferdi Hartung

13.11.2019 bis 11.12.2019

Union Stiftung
Steinstraße 10
66115 Saarbrücken

Öffnungszeiten:

tba

Vernissage:

13.11.2019

t.b.a.

© LA Saarbrücken – Fotograf: Erich Isenhuth

Julius C. Schmidt (1927-2018)

Julius C. Schmidt absolvierte seine Ausbildungs- und Lehrjahre im Fotostudio seines Vaters und in der Presseagentur von Erich Oettinger, bevor er sich selbständig machte. Seine Presse- und Werbeaufnahmen dokumentieren fast ein halbes Jahrhundert saarländischer Geschichte; sie machten ihn weit über die Region hinaus bekannt. Durch seine Arbeit im Theater- und Kulturbereich entwickelte er eine ganz eigene Sicht auf Menschen und Dinge.

10 Portrait Ferdi Hartung – Nachlass Hartung – Copyright LA Saarbrücken (N NL Hartung 69_8957)
© LA Saarbrücken

Ferdi Hartung (1931-2014)

Ferdi Hartung gelangte auf Umwegen zu seinem Beruf. Über seine Ausbildung zum Drogisten fand er Gefallen an der Kamera. Bereits bei der Fußball-WM in Bern 1954 schmuggelte er sich ins dortige Stadion und schoss ein Foto, das um die Welt ging. Ein Jahr später gründete Hartung in Saarbrücken eine eigene Fotoagentur. Gewagte Perspektiven und innovative Ideen ließen seine Aufnahmen zu Ikonen der Sportgeschichte werden. Mehrfache nationale und internationale Auszeichnungen für das Sportfoto des Jahres zeugen von seinem Können. Als Pressefotograf dokumentierte er die gesamte Bandbreite der saarländischen Geschichte weit über den Sport hinaus. 

Die Nachlässe beider Fotografen, welche mehrere hunderttausend Negative umfassen, befinden sich im Landesarchiv Saarbrücken.