13.11.2019 bis 24.01.2020

Chansons sans frontières

Julius C. Schmidt, Ferdi Hartung

Union Stiftung, Saarbrücken

eine ausstellung des landesarchivs saarbrücken in kooperation mit dem poprat saarland

Das Chanson, einer der französischen Mythen, verkörpert ein ganzes Lebensgefühl. Es gehört in Frankreich zum kulturellen Erbe und steht in einer jahrhundertealten Tradition, die bis heute überall Liebhaber findet und vor allem auch im Saarland gefeiert wird.

Die Ausstellung beginnt mit den ersten Auftritten von Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg und  spannt einen weiten Bogen vom klassischen französischen Chanson mit Vertretern wie Gilbert Bécaud oder Juliette Gréco bis hin zu deutschen Liedermachern und Diseusen. Auch der moderne französische Pop der Lothringerin Patricia Kaas wäre ohne diesen musikalischen Vorgänger nicht zu denken.

Durch die geschichtliche Sonderrolle des Saarlandes war der Einfluss der französischen Kultur hierzulande immer schon besonders groß. Ein wichtiger Motor für die Verbreitung des Chansons über die Region hinaus waren aber auch Sendungen des SR wie „Chansons de Paris“ mit dem Moderator Pierre Séguy.

Die Ausstellung umfasst ca. 65 Fotos und vier Plakate.

SR 2 KulturRadio ist Partner der Ausstellung.

Titelfoto: Lydie Auvray – © LA Saarbrücken, Fotograf: Ferdi Hartung

13.11.2019 bis 24.01.2020

Union Stiftung
Steinstraße 10
66115 Saarbrücken

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag, 8.30 Uhr-17.00 Uhr
Freitag von 8.30 Uhr-15.00 Uhr.
Die Ausstellung ist von Mittwoch, 13. November, bis Donnerstag, 28. November, und von Montag, 9. Dezember, bis Freitag, 24. Januar 2020 zu sehen (geschlossen vom 21. Dezember 2019 bis 01. Januar 2020).

Vernissage:

Mittwoch, 13.11.2019, 18.30 Uhr

Die Vernissage wird moderiert von den beiden Chanson-Spezialisten des Saarländischen Rundfunks, Susanne Wachs und Monsieur Chanson Gerd Heger. Es sprechen: Hans-Georg Warken, Vorstandsvorsitzender der Union Stiftung; Jutta Haag, Kuratorin der Ausstellung, Landesarchiv; Peter Meyer, Kuratur des Ausstellungsfestivals „Pictures of Pop – Fotografie in der Popkultur“, Mitkurator der Ausstellung und Vorsitzender des PopRates Saarland.

Der Musikjournalist, Autor und Chansonnier Frédéric Zeitoun wird in einem Werkstattgespräch mit Susanne Wachs und Gerd Heger über das französische Chanson reden. Zeitoun hat sich bereits als Jugendlicher intensiv mit dem Französischen Chanson beschäftigt und eigene Texte geschrieben. Seit 1998 präsentiert er regelmäßig eine Chanson- und Konzertrubrik beim Französischen TV-Sender France 2, er hat mehrere Sachbücher zum Thema Chanson veröffentlicht. Auf seinem aktuellen Album „Duos en solitaire“ singt er im Duett mit Kollegen, wie zum Beispiel Michel Fugain, Yves Duteil, Sansévérino oder Charles Aznavour. Im Rahmen der Vernissage wird er zusammen mit dem Gitarristen Bruno Bongarçon einige Chansons aus dem Album interpretieren.

© LA Saarbrücken – Fotograf: Erich Isenhuth

Julius C. Schmidt (1927-2018)

Julius C. Schmidt absolvierte seine Ausbildungs- und Lehrjahre im Fotostudio seines Vaters und in der Presseagentur von Erich Oettinger, bevor er sich selbständig machte. Seine Presse- und Werbeaufnahmen dokumentieren fast ein halbes Jahrhundert saarländischer Geschichte; sie machten ihn weit über die Region hinaus bekannt. Durch seine Arbeit im Theater- und Kulturbereich entwickelte er eine ganz eigene Sicht auf Menschen und Dinge.

10 Portrait Ferdi Hartung – Nachlass Hartung – Copyright LA Saarbrücken (N NL Hartung 69_8957)
© LA Saarbrücken

Ferdi Hartung (1931-2014)

Ferdi Hartung gelangte auf Umwegen zu seinem Beruf. Über seine Ausbildung zum Drogisten fand er Gefallen an der Kamera. Bereits bei der Fußball-WM in Bern 1954 schmuggelte er sich ins dortige Stadion und schoss ein Foto, das um die Welt ging. Ein Jahr später gründete Hartung in Saarbrücken eine eigene Fotoagentur. Gewagte Perspektiven und innovative Ideen ließen seine Aufnahmen zu Ikonen der Sportgeschichte werden. Mehrfache nationale und internationale Auszeichnungen für das Sportfoto des Jahres zeugen von seinem Können. Als Pressefotograf dokumentierte er die gesamte Bandbreite der saarländischen Geschichte weit über den Sport hinaus. 

Die Nachlässe beider Fotografen, welche mehrere hunderttausend Negative umfassen, befinden sich im Landesarchiv Saarbrücken.